CHRONIK DES TSV KRANZEGG

Der TSV Kranzegg wurde am 20. Oktober 1931 von 13 Sportlern gegründet. Der Hauptinitiator dieser Turnvereinsgründung war der damalige Dorflehrer August Haggenmiller, der von den Gründungsmitgliedern zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde.

Damals war das Ziel und Zweck des Vereins, die „Leibesertüchtigung“ und das soziale Miteinander zu fördern. Daran hat sich nicht viel geändert, auch heute liegen die Schwerpunkte beim TSV im Bereich des Breiten- und Gesundheitssports sowie in der Jugendarbeit.

Von den Gründerjahren bis Ende der 70er Jahre umfasste das Sportprogramm Geräteturnen, Leichtathletik und Skisport. In den 80ern tauchten mit Volleyball und Aerobic neue Sportarten im TSV-Programm auf. Dagegen verlor der alpine Skisport innerhalb des TSV an Bedeutung. Da diese Sparte vom SC Rettenberg abgedeckt war, wurde der Trainingsbetrieb in den 90ern eingestellt.

1931 - Gründung am 20.10.1931 im Gasthof Mohren

Gründung einer Männerriege und erste Turnstunden.

Als Turnhalle diente eine umfunktionierte Autohalle in Kranzegg, die Turngeräte wie Reck und Barren waren selbstgezimmert.

Die Gründungsmitglieder

  • Wendelin Ammann
  • Andreas Burger

  • Anton Burger

  • Otto Burger

  • August Haggenmiller

  • Peter Haug

  • Andreas Jörg

  • Hans Jörg

  • Josef Lindner

  • Faustin Neher

  • Andreas Prinzing

  • Josef Prinzing

  • Alois Probst

Die 1. Vorsitzenden des TSV seit der Gründung

  • August Haggenmiller 1931 – 1936
    (5 Jahre)
  • Josef Prinzing 1936 und 1946 - 1947
    (2 Jahre)
  • Anselm Buchenberg 1947- 1948
    (1 Jahr)
  • Otto Neher 1948 - 1953 und 1959 – 1962
    (8 Jahre)
  • Andreas Burger 1953 – 1955
    (2 Jahre)
  • Eduard Martin 1955 – 1959
    (4 Jahre)
  • Julius Götzfried 1962 – 1965 und 1967 – 1972
    (8 Jahre)
  • Hugo Tengel 1965 – 1967
    (2 Jahre)
  • Richard Geigl 1972 – 1980
    (8 Jahre)
  • Franz Roth 1980 – 1987
    (7 Jahre)
  • Hubert Müller 1987 – 1989
    (2 Jahre)
  • Anita Weiß 1989 – 1999
    (10 Jahre)
  • Christian Kuisle 1999 – 2003
    (4 Jahre)
  • Martina Renn seit 2007
    (leitender 2. Vorstand von 2003 – 2007)

1932 - Erstes Frühjahrsanturnen

Sieger im Gerätemehrkampf Andreas Prinzing, Leichtathletik Wendelin Ammann, Kombination Andreas Burger

Mitgliederstand 1932

Mitgliederstand Ende 1932: 45 (20 Aktive und 25 Passive)

1933 - Teilnahme am Turnfest in Oy

Aus dieser Tradition entwickelte sich das heutige 7-Vereine-Sportfest

1936 - Jugend und Damen

Turnstunde für die Jugend wurde eingeführt und gelegentlich eine Stunde für die ‚turnlustigen’ Damen

1937 bis 1945 - Auf Eis gelegt

Das Vereinsleben wurde auf Eis gelegt. Die meisten der aktiven Sportler leisteten Wehrdienst ab

1946 - Wiederbeginn des Vereinslebens

Abfahrtslauf am Grünten am 13. März 1946. Dieses Rennen markierte den Wiederbeginn des Vereinslebens. Sieger: Andreas Prinzing und Senz Deubele

1947 - Rodelrennen, Sommersportfeste, Faschingsball uvm.

In den folgenden Jahren wurden Rodelrennen in den verschiedensten Varianten, alpine Rennen und Sommersportfeste durchgeführt. Aber auch der gesellige Teil kam nicht zu kurz. Christbaumverlosungen, bunte Abende mit Turndarbietungen und Einaktern gehörten zum Vereinsleben. Auch der Faschingsball hat hier seine Wurzeln.

Mitgliederstand Ende 1947

120 Mitglieder

1948 bis 1949 - Skisprungschanze

Errichtung der Kranzegger Skisprungschanze

1950 - Eröffnungsspringen auf der Sprungschanze

Eröffnungsspringen auf der Kranzegger Sprungschanze am 29. Januar. Der Sieger kam aus Immenstadt und erreichte 42 m. Bester TSVler war Andreas Prinzing mit 35 m vor Andreas Buchenberg mit 34 m

Anschaffung des Vereinsabzeichens (Entwurf von Georg Martin)

1951 - Jugendskimeisterschaft

vom 2. – 4. Februar Bayerische Jugendskimeisterschaft

1953 - Weihe der Vereinsfahne

Herausragende Sportler der ersten Jahrzehnte: Andreas Prinzing, Andreas Burger, Josef Lindner, Josef Prinzing, Pius Neumayr und Andreas Buchenberg

1962 - Schwäbische Skimeisterschaft

Austragung der Schwäbischen Skimeisterschaft im Zusammenschluss mit dem Schützenverein. In den Nachkriegsjahren schloss sich der Schützenverein verwaltungstechnisch an den TSV an. Ab 1962 übernahm der Schützenverein bei diesem provisorischen Zusammenschluss die federführende Rolle. Erst 1967 wurde die Lostrennung vom Schützenverein beschlossen und umgesetzt.

1971 - Grüntenpokal

Erstes Skirennen um den Grüntenpokal (Mannschaftsriesentorlauf). Diese Rennserie erfreute sich großer Beliebtheit und wurde letztmals 1988 ausgetragen

  • 40-Jahr-Feier im Gasthof Mohren
  • Bau einer neuen Turnhalle in Rettenberg

1972 - Grasskirennen um den Grüntencup

Erstes Grasskirennen um den Grüntencup. Dieses Rennen wurde bis 1982 durchgeführt und zog ein internationales Teilnehmerfeld an, darunter auch Welt- und Europameister. Der Grünten (Kammereggpiste) galt als einer der „steilsten Grasskihänge“ überhaupt. Grasskifahren hatte in den 70ern und 80ern den Status einer Trendsportart

1974 - Einweihung der Außensportanlagen

Einweihung der Außensportanlagen in Rettenberg

1975 - Eintragung ins Handelsregister. Der TSV Kranzegg wird zum "e.V."

Leistungsträger der 60er und 70er Jahre: Christa und Gerhard Prinzing, Albert Burger, Reiner Lux, Andreas Burger jun., Herbert Jörg, Horst Klaschka, Hermann Göhl, Hermann Schwarzmann, Hans-Wendel Ammann, Ambros Zeller.

1980 - Bayerischer Rundfunk

Der Bayerischer Rundfunk drehte im Rahmen einer Serie über Sportvereine eine kurze Dokumentation über das Programm des TSV.

Anfang der 80er Jahre bildete sich aus der Damengymnastikgruppe die erste Jazztanzgruppe. Bis Ende der 90er Jahre war der Jazztanz ein Markenzeichen des TSV. Mehrere Gruppen mit Namen wie Courage, Junge Jazzer, Jumping Jacks und Obsession waren fester Bestandteil der geselligen Veranstaltungen auch außerhalb unserer Gemeinde.

Besonders die Gruppe Courage setzte mit ihrem akrobatischen und perfekten Showtanz einen Meilenstein in der Vereinsgeschichte und trat weit über die Grenzen des Allgäus hinaus auf.

1983 - Gründung der Volleyballmannschaft

Nach den ersten Jahren in der Kreisklasse und Kreisliga folgte der Wechsel zur Allgäu Eichenkreuzrunde. Die größten Erfolge, die Vizemeisterschaft in der A-Klasse bei den Damen und den Herren, konnten die Volleyballer in den späten 80ern und frühen 90ern unter der Leitung von Walter Knoll erzielen. Auch bei regionalen Turnieren, wie z.B. bei der Sonthofener Stadtmeisterschaft, waren die TSV Teams mehrmals erfolgreich.

Mitgliederstand Ende 1983

448 Mitglieder

1988 - Spiel ohne Grenzen

Erstes „Spiel ohne Grenzen“

1989 - Erste weibliche Vorsitzende

Frau Anita Weiß wird erste weibliche Vorsitzende

Mitgliederstand Ende 1989

507 Mitglieder

1992 - Vorderburger City–Lauf

Erster „Vorderburger City–Lauf“, ein Teamwettbewerb, bei dem es galt, einen Rundkurs in einer Stunde so oft wie möglich zu bewältigen.

1993 - „Sportspektakel“

Eine alternative Vereinsmeisterschaft, die aus sechs verschiedenen übers ganze Jahr verteilt stattfindenden Disziplinen bestand. Nach guter Beteiligung in den ersten Jahren nahm die Zahl der Teilnehmer so stark ab, dass dieser Wettbewerb 1997 eingestellt wurde

  • Leistungsträger dieser Jahre: Gerhard und Andrea Buchenberg, Andrea Schwarzmann, Hanni Vieweger, die Ausdauerathleten Sigi Hohenegg, Klaus Kiesling und Dr. Martin Renner, bei den Volleyballern Walter Knoll, Hermann Neher, Wolfgang Zeller sowie die Showtanzgruppe Courage

Mitgliederstand Ende 2003

807 Mitglieder

2004 - Kommesarische Übernahme

Christian Kuisle legte nach fünfjähriger Tätigkeit sein Amt als 1. Vorsitzender nieder. Martina Renn übernahm kommisarisch die Leitung des Vereins (bis 2007)

2007 - Neue Vorsitzende

Frau Martina Renn wird 1. Vorsitzende

Mitgliederstand Ende 2009

871 Mitglieder

2011 - Volleyballdamen Aufstieg

Die Volleyballdamen, welche neuformiert seit 2009 in der Damenrunde mitspielen, werden ungeschlagen Meister in der D-Klasse und steigen damit in die C-Klasse der Eichenkreuzrunde Allgäu auf. Leider folgte im darauffolgenden Jahr wieder der Abstieg in die D-Klasse.

2012 - Erstes Schnee-Volleyball-Turnier

Erstes Schnee-Volleyball-Turnier an der Mittelstation des Grüntens.

2016 - Deutsche U18-Meisterin

Die TSV’lerin Lavinja Jürgens wird deutsche U18-Meisterin im Hochsprung mit einer Höhe von 1,84 Meter.

2017 - Gründung der Leistungsgruppe Leichtathletik

Die Startgemeinschaft SG Grünten zwischen dem TSV Kranzegg, dem TSV Untermaiselstein und dem SSV Wertach für die Trainingsgemeinschaft der Leistungsgruppe Leichathletik wird gegründet.

2017 - U18 Junioren Weltmeisterschaft

Lavinja Jürgens gewinnt bei der U18 Junioren-Weltmeisterschaft im kenianischen Nairobi WM-Bronze im Hochsprung mit einer Höhe von 1,79 Meter.

2018 - Neue DSGVO und sonstiges beim TSV

Die neue DSGVO sorgt für einige Veränderungen im Verein. Vorsorglich wird die Homepage aus dem Netz genommen und überarbeitet. Der Facebook-Account wurde gelöscht.

Der TSV Kranzegg durfte zum 90. Jubiläum das 7-Vereine-Sportfest auf dem Sportplatz in Rettenberg austragen. Als Höhepunkt der Veranstaltung gab es am Ende eine große Tombola für alle Teilnehmenden.

Auf der Hauptversammlung wird die Änderung in den $$ 6 und 12 der Vereinsatzung einstimmig angenommen. In diesen Paragraphen wird festgehalten, was bei einer möglichen Auflösung des Vereins mit dem Vermögen geschehen soll. Die bisherige Regelung war zu unspezifisch und musste daher angepasst werden.

2019 - Aufstieg der Volleyballdamen

Nach weiteren 7 Jahren in der D-Klasse gelang den Volleyballdamen des TSV Kranzegg nach einem spannenden Relegationsspiel erneut der Aufstieg in die C-Klasse der Eichenkreuzrunde.

Mitgliederstand Ende 2019

988 Mitglieder

2020 - Coronapandemie & aktuelle Ehrenmitglieder

In Folge der Coronapandemie und zur Verminderung der Ausbreitung wird der gesamte Sportbetrieb ab Mitte März in allen Vereinen für mehrere Wochen eingstellt.

Aktuelle Ehrenmitglieder des TSVK:

  • Andreas Burger
  • Hermann Schwarzmann
  • Richard Geigl
  • Anita Weiss